{"id":2912,"date":"2019-05-04T15:11:08","date_gmt":"2019-05-04T14:11:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.altenau.info\/?page_id=2912"},"modified":"2023-03-27T21:25:11","modified_gmt":"2023-03-27T20:25:11","slug":"stadtgeschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.altenau.info\/?page_id=2912","title":{"rendered":"Stadtgeschichte"},"content":{"rendered":"<p>Der fr\u00fcher v\u00f6llig unwegsame Oberharz diente einst von ca. 1000 bis 1200 fast ausschlie\u00dflich als Holzlieferant. Dieses Holz wurde zum gro\u00dfen Teil f\u00fcr die Herstellung von Holzkohle ben\u00f6tigt (K\u00f6hler), die zur Verh\u00fcttung des gef\u00f6rderten Erzes gebraucht wurde. Nachdem der Bergbau zun\u00e4chst nur am Harzrand (Goslar) betrieben wurde, ist er Anfang des 13. Jahrhunderts auch im Oberharz aufgenommen worden. Durch verschiedene Umst\u00e4nde kam er aber schon nach ca. 150 Jahren wieder zum Erliegen. Erst Anfang des 16. Jahrhunderts erlie\u00dfen die Landesherren sogenannte \u201eBergfreiheiten&#8220;, deren Verg\u00fcnstigungen (z.B. freies Holz zum Bauen und Heizen, freies Viehweiderecht usw.) Bergleute aus anderen Bergbaugebieten anregten, sich hier niederzulassen. So kamen vorwiegend Erzgebirgler in diesen Raum.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4041 alignleft\" src=\"https:\/\/www.altenau.info\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Altenau-Wappen-268x300.png\" alt=\"\" width=\"114\" height=\"128\" align=\"left\" srcset=\"https:\/\/www.altenau.info\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Altenau-Wappen-268x300.png 268w, https:\/\/www.altenau.info\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Altenau-Wappen-768x860.png 768w, https:\/\/www.altenau.info\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/Altenau-Wappen-914x1024.png 914w\" sizes=\"auto, (max-width: 114px) 100vw, 114px\" \/>Im Jahr 1617 erhielt Altenau das Stadtrecht und ein eigenes Stadtwappen zuerkannt. Letzteres zeigt auf einem gr\u00fcn\/wei\u00dfen Schild drei B\u00e4rentatzen, von denen zwei die Wahrzeichen des Bergbaues (Schlegel und Eisen) und die dritte das Wahrzeichen der Waldhoheit (die Wolfsangel) halten.<\/p>\n<p>Die Bergfreiheiten wurden f\u00fcr den Ort im Jahre 1636 verbrieft, womit Altenau nunmehr endg\u00fcltig zu den \u00fcbrigen 6 \u201eFreien Bergst\u00e4dten&#8220; des Oberharzes geh\u00f6rte.<\/p>\n<p>Der Bergbau sorgte f\u00fcr den Aufschwung des Ortes, der sich im Laufe der Jahre mehr und mehr in die 5 T\u00e4ler ausdehnte (Okertal, Schultal, Kleine-Oker-Tal, Gro\u00dfe-Oker-Tal, Gerlachsbachtal). Verschiedene wirtschaftliche Faktoren f\u00fchrten jedoch schlie\u00dflich dazu, dass der Bergbau zum erliegen kam. Der Eisenh\u00fcttenbetrieb wurde 1871 eingestellt und zum Schluss erfolgte 1911 die Stilllegung der Silberh\u00fctte. An ihr fr\u00fcheres Vorhandensein erinnert heute noch die Stra\u00dfenbezeichnung \u201eAn der Silberh\u00fctte&#8220;.<\/p>\n<p><strong>Ortsbild<\/strong><\/p>\n<p>Der Kernort Altenau wird von alten Bergmannsh\u00e4usern aus dieser Zeit charakterisiert. Typisch f\u00fcr die Region ist die Verwendung von Holz als Baumaterial, insbesondere in der Au\u00dfenverkleidung. Im Ort befindet sich die sehenswerte Holzkirche St. Nikolai, die im 17. Jahrhundert erbaut wurde.<\/p>\n<p>Man findet in Altenau noch weitere Zeugen des fr\u00fcheren Bergbaus, wie alte Gruben und Zeichen, sowie Kunsthandwerk aus der erzgebirgischen Herkunft der eingewanderten Einwohner. Als typische f\u00fcr die Gegend werden kunstvolle Holzschnitzereien, Kl\u00f6ppeln, Oberharzer Trachten, heimatliche Lieder, Jodler, Volkst\u00e4nze, Peitschenkonzerte und Kuhhirtensignale angesehen. Eine weitere Tradition ist das seit 2014 als Immaterielles Weltkulturerbe anerkannte Brauchtum des Finkenman\u00f6vers im Harz, das in Altenau noch j\u00e4hrlich abgehalten wird.<\/p>\n<p>Durch die Montanwirtschaft entstand in der Umgebung eine hochprofessionelle Wasserwirtschaft, die noch heute existiert. Zu besichtigen ist dabei die Oberharzer Wasserwirtschaft, das vom Unesco-Welterbekomitee 2010 als Natur- und Kulturerbe aufgenommen wurde. Die Oberharzer Wasserwirtschaft stellt ein dabei weltweit ein einmaliges Wasserleitsystem dar, das als eines der gr\u00f6\u00dften vorindustriellen Energieversorgungssysteme angesehen wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der fr\u00fcher v\u00f6llig unwegsame Oberharz diente einst von ca. 1000 bis 1200 fast ausschlie\u00dflich als Holzlieferant. Dieses Holz wurde zum gro\u00dfen Teil f\u00fcr die Herstellung von Holzkohle ben\u00f6tigt (K\u00f6hler), die zur Verh\u00fcttung des gef\u00f6rderten Erzes gebraucht wurde. 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